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Dokumente
Empfehlung des EP und des Rates zur Einrichtung des EQR, April 2008
Download (PDF, 220 KB)

Broschüre der NA beim BIBB zum EQR, November 2009
Download (PDF, 430 KB)


Weitere Dokumente
Links
EQR-Portal der EU-Kommission
http://eqf.intrasoft-intl.com

Informationen zum EQR bei der Europäischen Kommission
http://ec.europa.eu

Informationen zum EQR beim Bundesinstitut für Berufsbildung
www.bibb.de

Der Deutsche Qualifikationsrahmen
www.deutscherqualifika-tionsrahmen.de

EUROPÄISCHERQUALIFIKATIONSRAHMEN EQR

Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) ist eine europäische Initiative zur besseren Vergleichbarkeit der nationalen Bildungsabschlüsse in Europa. Er ist eines von verschiedenen Instrumenten, mit denen die EU die Schaffung eines europäischen Bildungsraums verwirklichen möchte, in dem alle Bürgerinnen und Bürger sich frei bewegen, weiterbilden und arbeiten können. Hierzu ist es nötig, dass die verschiedenen nationalen Abschlüsse und Qualifikationen transparenter und damit besser vergleichbar werden. Der Europäische Qualifikationsrahmen bietet ein Übersetzungssystem, anhand dessen eine bessere Einstufung der jeweils in einem anderen Land erworbenen Abschlüsse möglich ist.

Mit seiner Einführung werden zwei Kernziele verfolgt:

  • Die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger innerhalb des europäischen Bildungs- und Arbeitsmarkts soll erleichtert werden, indem Qualifikationen aus verschiedenen Ländern leichter vergleichbar und verständlicher gemacht werden. Der EQR hilft Berufstätigen, Arbeitssuchenden und Studierenden, ihre Qualifikationen bei Bewerbungen innerhalb der EU adäquat darzustellen. Arbeitgebern wird es erleichtert, passende Bewerberinnen und Bewerber zielgerichtet auszuwählen.

  • Durch den EQR soll lebenslanges Lernen gefördert werden. Durch seine Einführung wird die Entwicklung nationaler Qualifikationsrahmen angeregt, die verschiedene Bestandteile des nationalen Bildungssystems miteinander verknüpfen, wodurch unterschiedliche Lernwege individuell eingeschlagen werden können. Der EQR unterstützt somit nicht nur die Mobilität innerhalb Europas, sondern auch die Durchlässigkeit innerhalb der nationalen Bildungssysteme.


Der Europäische Qualifikationsrahmen besteht aus einer Matrix von insgesamt acht Referenzniveaus, die die gesamte Bandbreite von Qualifikationen der allgemeinen, beruflichen und akademischen Aus- und Weiterbildung abbilden. Für jedes der acht Niveaus werden Lernergebnisse in den Dimensionen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenz beschrieben, die von einer Qualifikation abzudecken sind, damit diese einem Niveau zugeordnet werden kann. Wichtiges Prinzip des EQR ist die Lernergebnisorientierung: Die verschiedenen Abschlüsse und Qualifikationen werden danach beschrieben, was ein/e Lernende/r am Ende des Lernprozesses weiß, versteht und in der Lage ist zu tun; unabhängig davon, wie und wo es erlernt wurde.

Damit nationale Besonderheiten der Bildungssysteme gebührend berücksichtigt werden können, sind alle Mitgliedstaaten aufgefordert, nationale Qualifikationsrahmen zu erarbeiten. Diese sorgen dafür, dass nationale Abschlüsse und Qualifikationen adäquat mit den Niveaus des EQR verknüpft werden.

Für Deutschland legten das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz im Februar 2009 einen ersten Entwurf für einen Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen vor. Dieser wird in einer Erarbeitungsphase auf seine Aussagekraft und Anwendbarkeit hin geprüft.