Hier geht es zur Startseite!
Sitemap Kontakt
Aufgeschlagenes Buch
Sie sind hier: Startseite > Bildungspolitik der EU > Strategischer Rahmen 'ET2020'
Dokumente
Schlussfolgerungen des Rates zu einem strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung ("ET 2020"), Mai 2009
Download (PDF, 760 KB)

Arbeitsprogramm 2002-2010 zur Umsetzung der Ziele der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in Europa, Juni 2002
Download (PDF, 120 KB)


Weitere Dokumente

STRATEGISCHER RAHMEN'ET2020'

Das erste gemeinsame europäische Arbeitsprogramm in der Bildungspolitik wurde 2002 verabschiedet und lief bis 2010. Im Mai 2009 haben sich die EU-Bildungsministerinnen und -minister auf die Fortführung und den Ausbau der Zusammenarbeit in der allgemeinen und beruflichen Bildung bis 2020 geeinigt. Konkret wurden langfristige Zielsetzungen für das kommende Jahrzehnt gesetzt sowie erste Prioritäten für den Zeitraum 2009-2011 festgelegt.

Das neue Arbeitsprogramm unter dem Titel „Strategischer Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung ("ET 2020")" verfolgt die folgenden vier strategischen Ziele:


Strategische Ziele bis 2020


  1. Verwirklichung von lebenslangem Lernen und Mobilität


  2. Verbesserung der Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung


  3. Förderung der Gerechtigkeit, des sozialen Zusammenhalts und des aktiven Bürgersinns


  4. Förderung von Innovation und Kreativität - einschließlich unternehmerischen Denkens - auf allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung



Der Zeitraum bis 2020 wurde in mehrere Zyklen unterteilt. Für den ersten Zyklus 2009-2011 wurden bereits bestimmte prioritäre Bereiche für jedes der vier strategischen Ziele identifiziert. Die Einigung auf diese Prioritäten soll die Arbeitseffizienz verbessern und der Tatsache Rechnung tragen, dass jeder Mitgliedstaat individuelle Bedürfnisse hat und vor speziellen Herausforderungen steht.

Zur Beobachtung der gemeinsamen Fortschritte einigte man sich zudem auf eine aktualisierte Liste von gemeinsamen europäischen Durchschnittsbezugswerten (Benchmarks).

Die einzelnen Beiträge zur Umsetzung dieser Ziele können nur in den jeweiligen Mitgliedstaaten selbst geleistet werden. Die Vielfalt der europäischen Bildungslandschaft und die Zusammenarbeit innerhalb der EU-Bildungsprogramme stellen hierfür ein breites Spektrum unterschiedlicher Erfahrungen zur Verfügung, welche für die nationalen Prozesse genutzt werden können. Die EU unterstützt diesen Prozess.

Vorläufer des "Strategischen Rahmens" war das EU-Arbeitsprogramm 2010, das im Februar 2002 verabschiedet worden war. Damit war in Verbindung mit der Lissabon-Strategie aus dem Jahr 2000 ein umfassender Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung festgelegt worden. Dieses Arbeitsprogramm bildete die Basis für sämtliche Folgeaktionen in der allgemeinen und beruflichen Bildung, enthielt die ersten fünf Benchmarks zur Beobachtung der Fortschritte und schrieb ein damals neues Arbeitsverfahren fest: die sogenannte "Offene Koordinierungsmethode". Die nationalen Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung sollten durch ergänzende Instrumente der europäischen Ebene und durch gegenseitiges Lernen verbessert werden.

Mit Hilfe des ersten Arbeitsprogramms sollte erreicht werden, dass Qualitätssteigerungen in den nationalen Bildungssystemen, ein leichterer Zugang zu Bildung sowie eine Öffnung der europäischen Bildungssysteme gegenüber der Welt mit dazu beizutragen, dass sich "Europa bis zum Jahre 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum“ (Ziel der Lissabon-Strategie) entwickeln kann.