PRIORITÄRE BEREICHE2009-2011
Schwerpunkte der Zusammenarbeit
Die EU-Bildungsministerinnen und -minister haben sich bei der Verabschiedung des Strategischen Rahmens für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung im Mai 2009 nicht nur auf vier strategische Ziele geeinigt, sondern diese auch bereits mit bestimmten Prioritäten für die ersten Jahre unterfüttert. Diese Prioritäten beziehen sich einerseits auf Bereiche, in denen man bereits zusammen arbeitet und in denen daher die begonnene Arbeit fortgeführt werden soll. Andererseits werden neue Themenfelder angegangen.
Strategisches Ziel 1: Verwirklichung von lebenslangem Lernen und Mobilität
Fortführung der Arbeit:
- Umsetzung der nationalen Strategien für lebenslanges Lernen
- Verbindung der nationalen Qualifikationssysteme mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen
Entwicklung der Zusammenarbeit:
- Ausweitung der Mobilität zu Lernzwecken und Beseitigung von Mobilitätshindernissen
Strategisches Ziel 2: Verbesserung der Qualität und der Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung
Fortführung der Arbeit:
- Förderung des Fremdsprachenunterrichts mit dem Ziel, dass alle Europäerinnen und Europäer zwei Fremdsprachen beherrschen
- Förderung der beruflichen Entwicklung von Lehrkräften/Ausbilderinnen und Ausbildern und gesteigerte Qualität der Weiterbildungsmöglichkeiten von Lehrpersonal
- Verbesserte Steuerung und Finanzierung: Modernisierungsagenda für Hochschulen und Qualitätssicherungsrahmen für die Berufsbildung fördern
Entwicklung der Zusammenarbeit:
- Verbesserung des Niveaus der Grundkompetenzen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften
- Stärkere Verknüpfung der allgemeinen und beruflichen Bildung mit den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts
Strategisches Ziel 3: Förderung von Gerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und aktivem Bürgersinn
Fortführung der Arbeit:
- Maßnahmen, um die Anzahl der frühzeitigen Schul- und Ausbildungsabgänger/innen zu verringern bzw. deren Rückkehr ins Bildungssystem zu fördern
Entwicklung der Zusammenarbeit:
- Zugang zur Vorschulbildung und Qualität des Unterrichts fördern
- Austausch über Ausbildung von Lernenden mit Migrationshintergrund
- Stärkere Berücksichtigung von Lernenden mit besonderen Bedürfnissen, Förderung der integrativen Bildung und des personalisierten Lernens
Strategisches Ziel 4: Förderung von Innovation und Kreativität - einschließlich unternehmerischen Denkens - auf allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung
Fortführung der Arbeit:
- Stärkere Berücksichtigung der bereichsübergreifenden Schlüsselkompetenzen in Lehrplänen, Bewertungen und Qualifikationen
Entwicklung der Zusammenarbeit:
- Innovationsfreundliche Bildungseinrichtungen schaffen durch die Entwicklung von Lehr- und Lernmethoden, die Kreativität und Innovation fördern
- Partnerschaften zwischen Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung und Unternehmen, Forschungseinrichtungen, kulturellen Akteuren und kreativen Industriezweigen entwickeln





