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OFFENE METHODE DERKOORDINIERUNG

Die "offene Methode der Koordinierung" bezeichnet eine Arbeitsmethode der europäischen Zusammenarbeit. Dabei setzen sich die Mitgliedstaaten gemeinsame Ziele und werden bei deren Erreichung von der Europäischen Kommission unterstützt.

Der Kern dieser Methode besteht in der Identifikation gemeinsamer Ziele, aber auch gemeinsamer Überprüfungen hinsichtlich der Erreichung dieser Ziele (Indikatoren und Durchschnittsbezugswerte (Benchmarks)) auf europäischer Ebene. Die Methode wird in den Bereichen angewandt, in denen die EU gemäß der Verträge eigentlich keine Regelungskompetenz hat. Die EU wirkt in diesen Fällen unterstützend und koordinierend, überlässt aber den Mitgliedstaaten die Formulierung und Umsetzung ihrer eigenen Politik. Auch die gemeinsam formulierten Ziele sind auf nationaler Ebene nicht verpflichtend. Wichtige Elemente der offenen Methode der Koordinierung sind gegenseitiger Austausch und gegenseitiges Lernen.


Die Europäische Kommission beschreibt die Offene Methode der Koordinierung folgendermaßen:

Die "offene Koordinierungsmethode" wird fallweise angewandt. Sie fördert die Zusammenarbeit, den Austausch bewährter Verfahren sowie die Vereinbarung gemeinsamer Ziele und Leitlinien von Mitgliedstaaten, die manchmal wie im Falle der Beschäftigung und der sozialen Ausgrenzung durch Aktionspläne von Mitgliedstaaten unterstützt werden. Diese Methode beruht auf einer regelmäßigen Überwachung der bei der Verwirklichung dieser Ziele erreichten Fortschritte und bietet den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, ihre Anstrengungen zu vergleichen und aus den Erfahrungen der anderen zu lernen.

Quelle: Europäische Kommission: Europäisches Regieren. Ein Weißbuch, Juli 2001.
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